Jugend debattiert 2024

Jugend debattiert 2024

Auch dieses Jahr hieß es wieder: Auf geht es zu Jugend debattiert!

Nach dem internen Schulwettbewerb, in dem ermittelt wurde, welche Schüler und Schülerinnen aus der Sek. I und Sek. II unsere Schule im Regionalwettbewerb vertreten durften, startete schon kurze Zeit später der Regionalwettbewerb. Nach einigen Umplanungen aufgrund der Streiks des öffentlichen Nahverkehrs, fanden wir endlich einen gemeinsamen Termin, um mit anderen Schulen über relevante Themen zu debattieren.

Dieses Jahr war unser BBG der Gastgeber für alle teilnehmenden Schulen aus dem Raum Arnsberg I und verpflegte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen anderer Schulen, um gut gestärkt in die Debatten zu gehen. Außerdem nutzten wir das alte Oberstufenzentrum, in dem wir keinen Unterricht mehr hatten, um genügend Platz für die einzelnen Debatten und dann später auch die Siegerehrung in der Aula zu haben.

Nach einer kurzen Begrüßung und anschließend etwas Zeit, um sich noch einmal schnell vorzubereiten und die letzten Tipps für eine gute und gleichberechtigte Debatte zu bekommen, starteten auch schon die ersten Debatten in der Sek. I und Sek II. Natürlich hatten es die Debattenfragen auch dieses Jahr wieder in sich: Von Fragen zu „Sollen unsere regionalen Städte zu Schwammstädten umgebaut werden?“ , um die aktuelle Relevanz von Hochwasser und die drastischen Folgen des Klimawandels zu thematisieren, bis hin zu „Sollen Apps mit In-Game-Käufen für unter 18-Jährige verboten werden?“. Hierbei setzten wir uns in spannenden Debatten mit netten Schülern und Schülerinnen aus den anderen Schulen auseinander und reflektierten die Streitfragen von möglichst allen Punkten. Nach zwei Debatten und einer gemeinsamen Pause, in der wir uns alle mit der leckeren servierten Pizza stärkten (denn debattieren macht hungrig), wurden auch schon die Platzierungen bekannt gegeben. Somit wussten wir, wer von uns später in die Finaldebatte gehen darf.

Auch hierbei durften wir uns wieder mit unseren Mit-Debattanten und Mit-Debattantinnen (aber natürlich nur die, die auch auf unserer Seite waren!) austauschen, um gemeinsam als Team gegen die andere Position anzutreten. In der finalen Debatte merkten wir schnell, dass man sich im Laufe des Tages in das Debattieren eingespielt hat, wodurch die letzte Debatte nochmals spannender und vielseitiger war.

Durch diese vielseitigen und starken Debatten, musste die Jury der Sek. II nochmal richtig die Köpfe zusammenstecken, um die Sieger und Siegerinnen des Regionalfinales zu bestimmen, was auch bei der Jury der Sek. I zu langen Beratungen führte. Die Sieger und Siegerinnen bekamen anschließend die Chance, beim Regional-Sieger-Seminar teilzunehmen, um sich auf die Debatten auf der Landesebene bestmöglich vorzubereiten und sich nochmals zu verbessern.

Somit hieß es am Montag, den 18.03.2024 dann: Ab ins Regional-Sieger Seminar! Als es dann losging, war es erstmal schwierig, die genaue Adresse zu finden, denn die Unterkunft, in der das Seminar gehalten wurde lag im tiefsten, unbekannten Dahlem-Kronenburg. Nach 2 Stunden Autofahrt, etlichen Bergen und Nervenzusammenbrüchen standen wir dann vor dem „Haus für Lehrerfortbildung NRW“. Das Gebäude war wunderschön und lag in einem idyllischen Ort, in dem eine kleine Kirche stand und von kleinen Wohnhäusern und viel Natur umgeben war.

Vor Ort bekamen alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Zimmerschlüssel, durften sich einrichten und die Umgebung anschauen, bis es um 12 Uhr zur ersten Inforunde ging.

Dort wurden alle Teilnehmenden Seminargruppen zugeordnet, die aus je 8 Menschen bestanden. Bis Donnerstag sollten in diesen Kleingruppen Debattieren, entschlossenes Auftreten und weitere wichtige Aspekte rund ums Thema Jugend debattiert beigebracht werden. Dies war zwar alles andere als einfach, jedoch auch recht spannend und lustig. So hielten wir unter anderem auch Spaßdebatten, in denen wir uns darum stritten, ob die Nordsee überdacht werden solle oder Butter auf ein Nutellabrot gehöre.

Ernstlich wurde es dann wieder, als schon am ersten Tag ein Rechtsanwalt zum Abendprogramm kam und die Gesetzesgrundlagen erklärte. Da wurde auch klar, dass einige Debattanten schon reichlich Fachkenntnis hatten, denn wer mit einem Rechtsanwalt über das Strafgesetzbuch und Artikel des Grundgesetzes fachsimpeln kann, sollte echt nicht unterschätzt werden!

Das gute Essen und das nette Beisammensein vor Ort brachten dann jedoch ein bisschen Ablenkung und Ruhe in das Ganze. Wir bekamen ein reichhaltiges Frühstücks -und Abendbuffet sowie ein leckeres Mittagessen (mit Vorspeise!) von den netten Küchenhelfern. Auch die Freizeit kam nicht zu kurz, denn abends hatten wir auch die Gelegenheit Werwolf zu spielen, auszuruhen und noch ein bisschen zu quatschen.

Am Abreisetag wurde dann jedoch allen Debattanten und Debattantinnen erneut vor Augen geführt, dass sie hier nicht nur zum Spaß hingekommen sind und am Freitag schon der offizielle Wettbewerb starten sollte.

Dieser fand an der Ruhruniversität Bochum statt. Wer schon mal dort war, weiß sicherlich, wie groß das Gelände ist und wie schwierig es ist, Räumlichkeiten zu finden. Schlussendlich schafften dies jedoch zum Glück alle Teilnehmenden und nach einer kurzen Begrüßungsrunde konnte der Wettbewerb starten.

In der Altersgruppe 2 wurde zum Thema „Soll die Bedrohung von Amts-und Mandatsträgern härter bestraft werden?“ und zu der Streitfrage „Soll auch in Deutschland zum Klonen ausgestorbener Tierarten geforscht werden“ debattiert.

Als Jurymitgliederinnen waren auch Frau Witczak und Maren aus der Q1 dabei, die sicherlich auch einige spannende Debatten erlebt haben. Gegen Nachmittag wurden dann die Sieger bekannt gegeben, die am 14 April ins endgültige Landesfinale im Landtag einziehen und erneut zeigen können, dass sie „Mitstreiter der Demokratie“ sind.

Wenn ihr auch gerne streitet, schwierige Sachverhalte verstehen und bei diesen mitreden wollt, können wir euch „Jugend debattiert“ nur empfehlen. Der Austausch auf dieser Ebene bietet euch die Möglichkeit, an euch selbst zu wachsen, selbstbewusster zu werden und fairer zu kommunizieren.

Außerdem macht sich eine „Jugend-debattiert Urkunde“ sicherlich nicht schlecht auf dem Lebenslauf 😉.

Ein Artikel von Emma-Marie Wehmeyer und Marie-Sophie Kränke (Q2)