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Bert Brecht Gymnasium

Auszeichnung als Humanitäre Schule

Henrike, Mathilda und Amina bringen eine Schulklasse an den Verhandlungstisch

Drei Schulsanitäterinnen des Bert Brecht Gymnasiums haben ein anspruchsvolles politisches Planspiel vorbereitet und geleitet. Ihr Engagement ist ein wichtiger Teil der Kampagne „Humanitäre Schule“, für die das BBG nun ausgezeichnet wird.

Die drei Schulsanitäterinnen Henrike, Mathilda und Amina leiten das Planspiel Humanitäre Schule

Henrike, Mathilda und Amina übernahmen beim Planspiel die Rolle der Vereinten Nationen und begleiteten die Klasse durch die Verhandlungen.

Während ihre Mitschülerinnen und Mitschüler als Regierungsvertretungen, Konfliktparteien oder Hilfsorganisationen über Frieden, Waffenstillstände und Hilfslieferungen diskutierten, behielten drei Neuntklässlerinnen den Überblick. Henrike Rosalie Borttscheller aus der 9b sowie Mathilda Jürgens und Amina Ose aus der 9d leiteten am Bert Brecht Gymnasium das politische Planspiel „h.e.l.p.“.

Die drei Schülerinnen engagieren sich im Schulsanitätsdienst und hatten sich zuvor in einem zweitägigen Seminar zu Scouts der Kampagne „Humanitäre Schule“ ausbilden lassen. Anschließend bereiteten sie das Planspiel mit großem Einsatz vor. Sie planten den Ablauf, richteten die Räume ein, erstellten Materialien und organisierten die einzelnen Verhandlungsphasen.

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Humanitare Schule BBG
Ruhrnachrichten (11.07.2026)

 

Henrike, Mathilda und Amina am Tisch der Vereinten Nationen

Gut vorbereitet und konzentriert führten die drei Schülerinnen durch das Planspiel.

Ein Konflikt mit vielen Interessen

Im Mittelpunkt des Planspiels stand der fiktive afrikanische Staat Malea. Dort mussten verschiedene Gruppen miteinander verhandeln. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d schlüpften in die Rollen von Regierungsvertretungen, bewaffneten Gruppen, internationalen Organisationen und Hilfswerken.

Dabei wurde schnell deutlich, dass politische Konflikte nicht durch eine einzelne Entscheidung gelöst werden können. Jede Gruppe vertrat eigene Interessen. Bündnisse entstanden, Verhandlungen wurden unterbrochen und neue Informationen veränderten die Situation immer wieder.

„Ich weiß jetzt, dass Politik viel komplexer ist, als man eigentlich denkt.“

Rückmeldung einer Schülerin aus der Klasse 10d

Die Vereinten Nationen im Klassenzimmer

Henrike, Mathilda und Amina übernahmen die Rolle der Vereinten Nationen. Sie moderierten Gespräche, verteilten neue Informationen und reagierten auf die Entscheidungen der einzelnen Delegationen. Auch bei schwierigen Verhandlungssituationen blieben sie ruhig und sorgten dafür, dass der Ablauf für alle Beteiligten nachvollziehbar blieb.

Die Klasse erlebte auf diese Weise, wie schwer es sein kann, friedliche Kompromisse zu finden. Viele Schülerinnen und Schüler beschrieben das Planspiel anschließend als spannend, informativ und realitätsnah. Besonders häufig wurde genannt, wie wichtig Kommunikation und gegenseitiges Verständnis für eine politische Lösung sind.

Die Klasse 10d während der Verhandlungen im politischen Planspiel
Die Delegationen der Klasse 10d verhandelten über Frieden, Sicherheit und humanitäre Hilfe.


„Mit dem Planspiel wollen wir erreichen, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler intensiver mit humanitären Ideen auseinandersetzen. Sie erleben, wie schwierig es ist, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen und Situationen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.“

Charlotte Kather, Leiterin des Schulsanitätsdienstes

Humanitäres Engagement auch außerhalb des Planspiels

Zur Kampagne gehörte außerdem ein soziales Projekt. Gemeinsam mit dem Projektkurs der Schülerzeitung „Bertis Break“ wurden haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für das Dortmunder Projekt „Gasthaus statt Bank“ gesammelt. Im Rahmen der Aktion „Ein Teil mehr“ konnten viele Spenden zusammengetragen werden.

Für dieses Engagement wird das Bert Brecht Gymnasium nun offiziell als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt nicht nur das gesamte Schulprojekt, sondern besonders auch die Arbeit von Henrike, Mathilda und Amina. Die drei Schülerinnen haben gezeigt, wie verantwortungsvoll und selbstständig Jugendliche ein komplexes Projekt gestalten können.

Humanitäre Schule

Die Kampagne des Jugendrotkreuzes verbindet politische Bildung mit sozialem Engagement. Schulen beschäftigen sich mit internationaler Friedenspolitik, humanitären Grundsätzen und konkreten Möglichkeiten, Verantwortung für andere zu übernehmen.